Fakt ist: Das Leben in der westlichen Zivilisation verursacht Stress, der zu körperlichem und psychischem Verschleiß führt. Die stillen Killer Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Allergien und chronische Entzündungen setzen uns zu. Sie verkürzen unser Leben. Doch ihnen sind wir keineswegs hilflos ausgesetzt. Aktuelle Untersuchungen zeigen, wie sich der Alterungsprozess aufhalten, teilweise sogar umkehren lässt. Ein Leben ohne die typischen Zivilisationskrankheiten ist längst keine Utopie mehr, sondern erfüllbare Realität.

 

Wenn negativer Stress chronisch wird

Stress ist nicht immer gleich etwas Negatives, was wir wie die Pest meiden sollten. Positiver Stress gehört zum Leben. Er sorgt für den nötigen Antrieb, dass wir überhaupt etwas tun und uns an unserem Tun freuen können. Schaden an unserer Gesundheit entsteht erst, wenn negativer Stress chronisch wird, wenn er sich dauerhaft über längere Zeiträume in unserem Leben einnistet. Das kann durch fortdauernde Konflikte geschehen oder durch unnatürliche Lebensbedingungen, wie zum Beispiel durch Schadstoffe in der Umwelt oder in der Ernährung oder durch fehlende Bewegung in unserem Alltag. Alle diese Umstände sind die stillen Killer, die das Altern beschleunigen und die typischen Zivilisationskrankeiten wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Allergien, Asthma, Krebs, Infarkte und stumme Entzündungen so bedenklich ansteigen lassen.

 

Das Altern: eine heilbare Krankheit?

Das Altern ist eine heilbare Krankheit. Klingt plausibel. Doch handelt es sich bei dem Alterungsprozess wirklich um eine Krankheit? Oder geht es eher schlichtweg um Verschleiß?

Warum der Mensch so altert, wie er altert, ist in der Wissenschaft noch immer nicht vollständig geklärt. Experten sind an berühmte Orte überall auf der Welt gereist, von denen bekannt ist, dass die Bewohner dort ein besonders hohes Alter erreichen. Man hat ihre Lebensbedingungen genauestens unter die Lupe genommen. Doch so einfach lässt sich das Problem nicht lösen. Offenbar gibt es viele Ursachen für Langlebigkeit, die sich nicht einfach auseinanderdröseln lassen. Nur soviel weiß man: Eine wichtige Rolle beim Altern spielen die Telomere. Das sind die Enden der Chromosomen, sozusagen ihre Schutzkappen. Man kann sie sich vorstellen wie die Plastikenden von Schuhbändern. Ihre Aufgabe ist, zu verhindern, dass die Schnürsenkel ausfransen. Die Telomere schützen unser Erbgut auf ähnliche Weise.

Telomere - Sind sie das Geheimnis für ein langes Leben?

Immer, wenn sich eine Zelle teilt, werden die Telomere ein Stück kürzer, bis sie eine Länge erreichen, mit der sich eine Zelle nicht mehr teilen kann. Dann vergreist die Zelle oder stirbt ab. Je kürzer die Telomere werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Erbgut der Zellen Schaden nimmt. Die Zellkopien bei der Zellteilung werden immer schlechter und ungenauer. Fehlbildungen treten gehäuft auf. Schützt man die Telomere vor dieser Verkürzung, so verlängert sich die Lebenszeit von Zellen.

Nach heutigem Wissen kann ein Mensch unter optimalen Bedingungen rund 120 Jahre alt werden.

Die Telomerlänge trägt dazu bei, dass wir länger ein gesundes Leben führen können. Wir sind dann weniger anfällig gegen die typischen Zivilisationsleiden, die mit zunehmendem Alter verstärkt auftreten. Pflegen wir unsere Telomere durch günstige Lebensführung, können wir die Zahl unserer gesunden Lebensjahre deutlich verlängern.

Sehr schlecht für die Telomerlänge sind Rauchen, chronischer Stress und Umweltgifte. Durch jeden dieser Faktoren teilen sich unsere Zellen schneller und auch öfter. Jede Teilung verkürzt die Telomere. Die Zellkopien verlieren – wie beschrieben - an Qualität. Mehr Fehlbildungen entstehen. Die Zellen altern schneller.

Rauchen schädigt das Erbgut. Wenn unsere Zellen diese Schäden wieder reparieren wollen, teilen sie sich vermehrt. Die Folge ist eine viel höhere Wahrscheinlichkeit für altersbedingte Krankheiten. Diese treten dann bis zu 20 Jahre früher auf.

Forscher haben inzwischen ein Enzym gefunden, das die Telomere künstlich verlängern kann. Pharmamedikamente werden irgendwann auf den Markt kommen, die imstande sind, die Abnutzung der Telomere zu bremsen. Doch Nebenwirkungen werden der Preis sein. Deshalb lohnt es, nach Alternativen Ausschau zu halten.

Alternativen aus der Komplementärmedizin

Vor allem bei den modernen Zivilisationserkrankungen, überall dort, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, sind wirksame komplementärmedizinische Alternativen gefragt, allein schon, weil sie den Körper nicht mit unerwünschten Nebenwirkungen belasten.

Als Alternative steht eine Auswahl an Naturheilmitteln zur Verfügung. Jedes von ihnen verfügt schon für sich allein über eine ungewöhnlich starke vitalisierende Heilkraft. Allen gemeinsam ist: Sie sind Panacea - Heilmittel mit beinahe Allround-Wirkung. In den Schwerpunkten ihrer Wirkungsweise unterscheiden sie sich naturgemäß voneinander. Doch sie alle gleichen Über- und Unterfunktionen an Organen aus. Sie stellen das harmonische Zusammenarbeiten einzelner Organsysteme dort wieder her, wo es gestört ist.

Solche alternativen Hilfen haben sich in der Pflanzenmedizin vieler Kulturen bereits seit langem bewährt. Als die Chemie ihren Siegeszug durch die Welt antrat, geriet das wertvolle Pflanzenwissen beinahe in Vergessenheit. Heute helfen uns die verborgenen Wunder aus der Naturmedizin, ein erfülltes, sehr langes und gesundes Leben zu gewinnen.

Schwarzkümmel: Das Gold der Pharaonen

Die Fachliteratur stellt neueste Forschungsergebnisse zu immer wieder mit Erfolg angewandten Fast-Allheilmitteln vor. Ein besonders Interessantes ist Schwarzkümmel (Nigella sativa). Nachgewiesenermaßen verfügt es über ein ungewöhnliches Wirkungspotenzial gegen die stillen Killer. Verdient hätte es weit mehr an öffentlicher Aufmerksamkeit, als es derzeit erhält. Als Antioxidantie wirkt Schwarzkümmel gegen vorzeitige Alterung und wird gegen chronische ("stumme") Entzündungen eingesetzt. In der orientalischen Heilkunst ebenso wie in der Tradtionellen Chinesischen Medizin ist dieses Pflanzenmittel wegen seiner Wirkung bei Allergien und allgemeiner Schwäche seit jeher hoch geschätzt. Das geheime Rundum-Heilmittel (Adaptogen) wirkt nicht nur verjüngend, antitumoral und entgiftend, sondern weckt Lebensfreude ebenso wie unentdeckte Energien. Vor allem hebt es die Stimmung auf natürliche Weise, ohne Chemie. Möglich wird eine Art Universaltherapie gegen Osteoporose, Rheumatismus, Neuralgien, Schmerzen und Vieles mehr. Nach Überzeugung schon der antiken Ägypter hilft Schwarzkümmel "gegen alles, außer gegen den Tod."

Allein in den letzten 20 Jahren sind mehr als 100 neue, interessante Forschungsergebnisse über Schwarzkümmel veröffentlicht worden. Die bisherigen Forschungen entsprechen hohen Anforderungen. Doch die meisten von ihnen sind an kleineren Personengruppen durchgeführt worden. Wünschenswert wären Untersuchungen mit hohen Teilnehmerzahlen. Nur wer soll die bezahlen?

Ein Blick hinter den Vorhang

Ein Blick hinter den Vorhang.gibt die Sicht frei auf medizinische Forschungen über teilweise noch wenig bekannte alternative Heilmethoden. Die Gründe für ihr Schattendasein liegen auf der Hand: Natürliche Heilmöglichkeiten werden in den Leitmedien nur selten zur Kenntnis genommen. Den Forschern bringen sie wenig Ruhm und Beachtung. Professoren, die sich mit Pflanzen als Heilmittel befassen, müssen um ihren Ruf besorgt sein. Sie fürchten um ihren Erfolg bei der Vergabe staatlicher Forschungsmittel. Und den Pharmakonzernen spülen Pflanzenmittel nicht genug Geld in die Kassen. Denn die Natur ist nicht patentierbar.

Ein hohes Alter bei voller Leistungsfähigkeit ist erreichbar

Im Alter lassen Gedächtnis und Aufmerksamkeit häufig nach. Deshalb geht es hier nicht nur um körperliche Fitness, sondern ebenso um eine mögliche Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Sie könnte Demenzerkrankungen entgegenwirken, die für unsere Gesellschaft zu einer immer stärker werdenden Belastung führen.

Die bislang vorliegenden Forschungsergebnisse berechtigen zu der Erwartung: Ein leistungsfähiges Alter ohne die üblichen Beschwerden ist möglich. Doch dazu wird es nicht genügen, ein paar Pillen zu schlucken. Änderungen an der Lebensführung sollten schon hinzukommen, zum Beispiel diese:

  • Tägliche körperliche Bewegung. Dabei bringt schon gemäßigtes Ausdauertraining von 3x45 Minuten pro Woche eine Menge.

  • Gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und wenig Fleisch (Mediterrane Kost), möglichst ohne Fast Food oder Fertigprodukte. Sie wirkt sich sehr positiv auf das Altern aus.

  • Neue Anregungen. Regen wir unseren Geist auch im Alter regelmäßig durch neue Informationen an, so hilft das ähnlich, wie wenn wir mit anderen Leuten diskutieren, sprechen, lachen, Sport treiben, tanzen oder fröhlich sind. Auch verzögert ein achtsamer Lebensstil das Altern ebenso wie eine positive Einstellung zum Leben. Dagegen wirken Verdrängen, Pessimismus und Feindschaft lebensverkürzend.

  • Vermeiden von chronischen Stressen verlängert das Leben. Mit verschiedenen meditativen Entspannungstechniken kann man ihnen entgegenwirken.

Literatur/Quellen:

Klaus Brinkbäumer/Samiha Shafy: Das kluge, lustige, gesunde, ungebremste, glückliche, sehr lange Leben: Die Weisheit der Hundertjährigen. Eine Weltreise, 8. Auflage, Frankfurt/Main 2019

 

Günter Harnisch: Dem Geheimnis von Chi auf der Spur. So laden Sie Ihre Batterien mit frischer Lebensenergie auf, Schiedlberg, September 2026

 

https://www.vitalabo.de/info/magazin/telomere-das-geheimnis-langen-lebens?msclkid=a314e02d889912d41d608a0cb0c7c727&utm_source=bing&utm_medium=cpc&utm_campaign=%5Bvitalabo_de%5D%20M