Tiger bändigt Drachen. Eine Anleitung zum besseren Verständnis der Traditionellen Chinesischen Heilkunde insbesondere der fünf Wandlungsphasen
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Dieses Buch führt durch die hintergründigen Einflüsse der chinesischen Philosophie und Gesellschaft auf die traditionelle Medizin. Der Hauptteil beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung der Fünf Elemente. Besonders interessant ist die Darstellung der Dynamik eines Elemente-Dreiecks. Dieses zeigt das Zusammenspiel von jeweils drei Elementen in Fülle- und Leerezuständen aber auch der Yin- und Yangaspekte. Am Schluss findet sich eine Abhandlung über die Arbeit mit den Antiken Punkten.
2. Auflage, 268 Seiten, Abb., geb.
Vorwort zur zweiten Auflage
Über der mächtigen weißen Katze im Schnee kreist der listige rote Vogel. Können die beiden in Freundschaft miteinander leben und sogar voneinander profitieren, oder wird der stolze Tiger beunruhigt seine scharfen Zähne an den Krallen wetzen um im Zweifelsfall den Drachen zu töten? Das System der Fünf Wandlungsphasen lässt viele Abstraktionen zu. Ziel des nun in zweiter Auflage erschienenen Buches ist die Darstellung der komplexen Dynamik der Elemente zueinander mit einer Anpassung an den europäischen Lebensalltag. Es ist der Autorin eine besondere Freude aus zahlreichen Feedbacks zu erfahren, dass der Band Eingang in den Unterricht von Shiatsu-Schulen gefunden hat und auch in der Ernährungsberatung nach den Fünf Elementen als Bereicherung empfunden wird. Es wird auch berichtet, dass das Buch im Wohnzimmer interessierter Laien griffbereit neben dem Lehnstuhl zur vertiefenden Lektüre bereit liegt. Der vorliegende Text eignet sich zum Einstieg in die Welt der asiatischen Heilkunde und liefert auch routinierten Praktizierenden inspirierende Einsichten, doch unmittelbar zur Prüfungsvorbereitung ist es aufgrund seiner komplexen Zugangsweise weniger geeignet.
Ist der Streifzug durch die chinesische Geschichte und ihre philosophischen Strömungen als Quelle für die Allgemeinbildung im Bereich der chinesischen Heilkunde gedacht, so sehen sich viele Leser durch die Darstellung die Elemente-Dreiecke in ihren persönlichen Wahrnehmungen gestärkt. Die Beschreibungen mitunter vertrauter Situationen im Rahmen der Elementeverbindungen dürften auch so manches Schmunzeln auslösen. Es freut mich auch, dass der abschließende Beitrag über die Antiken Punkte auf so großes Interesse gestoßen ist, schließlich spiegelt dieses im allgemeinen unterschätzte Punktesystem wesentliche Bereiche der chinesischen Kultur wieder und ist trotz mancher seiner Körperfremden Aspekte gut in die Meridianarbeit integrierbar.
Katharina Sabernig Berlin, im November 2005
TIGER BÄNDIGT DRACHE
Eine Anleitung zu einem besseren Verständnis
Für die traditionelle chinesische Heilkunde
Insbesondere der Fünf Wandlungsphasen
Dieses Buch möchte dem in einer westlichen Kultur aufgewachsenen Leser das medizinische Denken in China, insbesondere der Fünf Elemente, näher bringen. Die Lektüre führt durch die verschiedenen philosophischen Strömungen, die im Laufe der Zeit die Entwicklung dieser nun international angewendeten Heilkunde beeinflussten. Auch historisch interessante Institutionen werden erfasst und sollen ein Bild über die einstige und jetzige Situation der medizinischen Tätigkeit zeichnen. Den Kern bildet die ausführliche Beschreibung der Dynamik der Fünf Wandlungsphasen. Menschliche Zustände des alltäglichen Lebens werden auf sehr anschauliche Weise im Rahmen eines unten beschriebenen Elemente-Dreiecks dem Leser verständlich gemacht. Auch werden Lösungsmöglichkeiten angeboten, das eigene Kräftespiel konstruktiv zu nützen.
Eine Anleitung für die Arbeit mit den Antiken Punkten rundet das Buch ab.
Nachfolgend finden sie Kurzbeschreibungen der einzelnen Kapitel:
Zugang zum Heilen der einzelnen Ärzte
Hier wird der Zugang zum Heilen verschiedener traditioneller Ärzte in Abhängigkeit von ihrem gesellschaftlichen Hintergrund beschrieben. Die Arbeit mit den Händen der Taoisten und ihr an der Natur interessierter Experimentierdrang wird genauso besprochen, wie etwa die hohe Ethik der würdevollen konfuzianischen Ärzte. Den Naturalisten, die Begründer der Theorien von Yin und Yang bzw. der Fünf Wandlungsphasen, und ihrem Einfluss am Kaiserlichen Hof in China muss natürlich ein Kapitel gewidmet werden. Doch auch die Dämonenmedizin, an die noch heute so mancher Name eines Akupunkturpunktes erinnert, darf hier nicht fehlen. Der Einfluss der wichtigsten philosophischen Strömungen auf das medizinische Denken wird genauer betrachtet. Schließlich stellt dieser Teil des Buches eine Wanderung durch die Geschichte der Medizin in China dar. So wird sowohl die heutige Versorgung der Bevölkerung als auch die Entstehung von Krankenhäusern und Ausbildungskriterien beschrieben. Weiß man über die Entwicklung der Medizin im alten China und im zwanzigsten Jahrhundert Bescheid, erleichtert dies das Verständnis für jenes Wissen, das heute in den Lehrbüchern über TCM im Westen angeboten wird.
Die Fünf Elemente im Wandel der Zeit
Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit der Anwendung der Fünf Wandlungsphasen. Die diversen medizinischen Schulen in China hatten oft einen recht unterschiedlichen Zugang zu dieser für die Entwicklung der Heilkunde so bedeutenden Theorie. Die Abfolge im Pentagramm und die Kosmologische Sequenz sind die bedeutendsten Anwendungen und genießen in diesem Buch auch ausführliche Beschreibung. Doch auch die moderne Arbeit, die die Funktionen die Organkreisläufe, integriert kommt nicht zu kurz. Dem chinesischen Denken entsprechend wird die Dynamik der Wandlungsphasen untereinander ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Eine Aufsehen erregende Störung im Element Holz wird besser verständlich, wenn man sich der hintergründigen Beziehungen zu den übrigen Elementen bewusst ist. Tobt das Holz, weil sich Metall traurig in eine Ecke zurückgezogen hat und dort einen Schwertkampf vollzieht, oder weil das Wasser erschöpft in der Badewanne eingeschlafen ist? Die Sequenzen der Hervorbringung, Kontrolle, Erschöpfung, Verachtung aber auch der Maskierung und Demaskierung sowie die Achsenverbindungen der Kosmologischen Sequenz werden anschaulich beschrieben.
Ein Elemente-Dreieck macht das sehr komplexe System etwas greifbarer
Dass kein Mensch nur ein einzelnes Element darstellt, und er in den verschiedenen Lebenssituationen wohl schon mit der ganzen Bandbreite eines Elementes konfrontiert wurde, ist hinlänglich bekannt. Andererseits ist die Theorie der Fünf Wandlungsphasen dermaßen komplex, dass viele Praktiker nach anfänglicher Faszination mit enttäuschter Verwirrung diesem so brauchbaren System den Rücken zukehren. In der modernen chinesischen Literatur arbeitet man gerne mit einen Elemente-Dreieck, das den wesentlichen Prozess eines Geschehens darstellt. Diese Betrachtung ermöglicht es, aus der Komplexität ein greifbares Muster herauszukristallisieren, ohne dass die dynamische Seite des Systems verloren geht. Ein Elemente-Dreieck besteht aus einem Element, das ein anderes Element kontrolliert, welches wiederum jenes Element kontrolliert, das ursprüngliche hervorbringt. So kontrolliert zum Beispiel Metall Holz, welches wiederum Erde kontrolliert. Erde bringt Metall hervor und das Dreieck ist geschlossen. Natürlich kann man nicht jeden Prozess mit diesem System erklären, doch es erleichtert den Umgang mit der Theorie um einiges. Im Buch sind Fülle- und Leere-Zustände eines Elementes in Wechselwirkung zu den anderen Elementen des Dreiecks beschrieben. Ist Metall Beispielsweise in Fülle, wird Holz Mangel-Erscheinungen aufweisen, die ein Anwachsen von Erde zulassen. Eine gut genährte Erde wird auch Metall nicht verhungern lassen. Umgekehrt, ist ein schwaches Metall nicht in der Lage Holz zu bändigen, wird dieses in mangelnder Einschränkung Erde attackieren, die schließlich nicht in der Lage ist, das bereits geschwächte Metall zu stärken.
Ob dieses Wachstum oder diese Hemmung nun eine konstruktive oder destruktive Qualität darstellen, hängt von der individuellen Situation ab. Die rein mengenmäßige Betrachtung des Geschehens findet darauf keine Antworten. Erst durch die Verknüpfung von Philosophie und medizinischer Erfahrung lassen sich zufriedenstellende Erklärungen herleiten. In den Beschreibungen wurde der Versuch unternommen, dem Leser zu einer Vorstellung zu verhelfen, auf welche Weise die einzelnen Prozesse ablaufen.
Die Dreiecke werden jedoch nicht nur in Fülle und Leere beschrieben, sondern auch in verschiedenen Zustandsformen. Die Yin und Yang Aspekte eines Elementes werden hier sowohl bei den Fülle- als auch bei den Leere-Zuständen berücksichtigt. Viele klassische Muster aus der TCM werden angewendet, aber auch Erfahrungen aus der Praxis, angepasst an die mitteleuropäische Lebensgewohnheiten, sollen das Verständnis für diese lebendige Theorie erleichtern.
Die Antiken Punkte
Den Abschluss des Buches bildet das Kapitel über die Antiken Punkte. Sie stellen ein wichtiges Dokument der chinesischen Heilkunst dar. Hier vereinen sich im Namen der Fünf Elemente verschiedene ethische und naturphilosophische Betrachtungen. In diesem Buch werden primär die Möglichkeiten für die praktische Anwendung aufgezeigt. Besonders der Schatz der Tonisierungs- und Sedierungs-Punkte kommt hier zur Geltung.
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