Westliche Kräuter aus Sicht der TCMerstellt am 03. 07. 2026
Rezension zu Das Grosse Buch der Westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen MedizinBlut-Stagnationen
Im folgenden Artikel wird nun beispielhaft die Verwendungen westlicher Kräuter aus Sicht der TCM bei der Diagnose „Blut-Stagnation“ anhand von zwei Rezepturen beschrieben.
Blut-Stagnationen werden in Abhängigkeit davon, welches Organ vorrangig betroffen ist, sowie in Abhängigkeit von den auslösenden Faktoren Kälte, Hitze, Mangel oder Überschuss, weiter differenziert. Charakteristische Symptome einer Blut-Stagnation können sein: gut lokalisierbare und intensive Schmerzen, Abszesse, Haarausfall, zyanotische Lippenfarbe, zyanotische Areale am Zungenkörper sowie ein rauer (se) Puls.
Zu den wichtigsten Ursachen einer Blut-Stagnation zählen ein Qi-Mangel sowie eine Qi-Stagnation. Weitere Ursachen für eine Blut-Stagnation sind: Verletzungen, Operationen, Fremdkörper innerhalb des Körpers (beispielsweise Spiralen als Verhütungsmethode) sowie laut Texten der klassischen TCM: Geburten.
Auch viele chronisch kranke Menschen besitzen eine Blut-Stagnation. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei chronisch kranken Menschen an eine Blut-Stagnation zu denken; vor allem immer dann, wenn nach Einnahme zuvor verschriebener Rezepturen keine Verbesserung eingetreten ist. Da in westlichen Ländern praktizierende TCM-Ärzte es oft mit Patienten zu tun haben, die unter chronischen Beschwerden leiden, haben Kräuter, die die Blutzirkulation anregen, eine große Bedeutung.
An dieser Stelle sei angeführt, dass jede Arznei, so auch westliche Kräuter, die eine Wirkung besitzen, auch Nebenwirkungen haben, wenn sie nicht entsprechend einer korrekten energetischen Diagnose und in richtiger Dosierung eingesetzt werden. Aus diesem Grund sollten blutbewegende Kräuter mit Vorsicht bei alten oder geschwächten Menschen sowie Patienten mit Blutungen (außer diese sind durch eine Blut-Stagnation verursacht worden) verabreicht werden. Während einer Gravidität sind sie kontraindiziert.
Rezepturen
Im Folgenden werden zwei Rezepturen mit deren Wirkungen, Indikationen, entsprechenden westlichen Krankheitsbildern sowie Beschreibungen inkl. Dosierungsangaben pro Tag im Detail vorgestellt.
(1) Rezeptur gegen Blut-Stagnation (Ploberger 2015: 580)
- Flos Arnicae Arnika 9 g Kaiserkraut
- Herba Hyperici Johanniskraut 10 g Kaiserkraut
- Flos Calendulae Ringelblume 8 g Kaiserkraut
- Herba Bursae pastoris Hirtentäschelkraut 3 g Kaiserkraut
- Folium Rosmarini Rosmarin 3 g Ministerkraut
- Semen Hippocastani Rosskastanie 5 g Ministerkraut
- Radix Paeonia rubra rote Pfingstrose 7 g Ministerkraut
- Radix et Rhizoma Rhei Rhabarberwurzel 3 g Ministerkraut
Wirkung:
Gegen Qi-Stagnationen
Gegen Blut-Stagnationen
Wirkt Schmerzen und Schwellungen entgegen
Löst Gewebsverhärtungen und Knoten auf
Indikation:
Gut lokalisierbare Schmerzen, zur Unterstützung des Heilungsprozesses nach Verletzungen, Knoten in der Brust.
Entsprechende westliche Krankheitsbilder:
Nach Verletzungen wie Prellungen, Stauchungen, Knochenbrüchen, etc.; Myalgien, chronische Tendovaginitis.
Zunge: cyanotischer Zungenkörper.
Puls: gespannt (xian) oder rau (se).
Beschreibung der Rezeptur:
Diese Rezeptur aus westlichen Kräutern enthält mehrere Qi- und Blut bewegenden Kräutern. Arnika (Flos Arnicae), ein leicht süßes, bitteres, scharfes, thermisch neutrales Kaiserkraut, tonisiert das Herz-Yang und kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden, um Probleme im Bereich der Nerven und Blutgefäße zu behandeln. Unterstützt wird Arnika (Flos Arnicae) durch Johanniskraut (Herba Hyperici), das als „Kaiserkraut“ zur Behandlung von Problemen im Bereich der Nerven bezeichnet werden kann. Ringelblume (Flos Calendulae), ein leicht bitteres, süßes, salziges, thermisch neutrales Kraut, löst ebenfalls Blut-Stagnationen auf. Darüber hinaus klärt dieses Kaiserkraut Wind-Hitze und nährt das Herz-Yin. Das bittere, adstringierende, scharfe, thermisch kühle Hirtentäschelkraut (Herba Bursae pastoris) kann eingesetzt werden, um als Kaiserkraut Blut-Stagnationen, speziell im Bereich des Unteren Erwärmers, entgegenzuwirken. Dieses Kraut wird in der westlichen Kräutertherapie eingesetzt, um Blutungen, die aufgrund einer Blut-Stagnation bestehen, zu stoppen. Zusätzlich tonisiert Hirtentäschelkraut (Herba Bursae pastoris) das Herz-Qi und löst Leber-Qi-Stagnationen auf. Die Kombination der Ministerkräuter: Rosmarin (Folium Rosmarini), Rosskastanie (Semen Hippocastani) und rote Pfingstrosenwurzel (Rdx. Paeoniae rubra) eignet sich, um Blut-Stagnationen aufzulösen. Auch die bittere, thermisch kalte Rhabarberwurzel (Rdx. et Rhz. Rhei) wirkt Blut-Stagnationen entgegen. Darüber hinaus kann dieses Ministerkraut eingesetzt werden, um Gewebsverhärtungen und Knoten aufzulösen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich diese Rezeptur aus westlichen Kräutern dazu eignet, Qi- und Blut-Stagnationen aufzulösen, Schmerzen und Schwellungen entgegenzuwirken und Verhärtungen aufzulösen. Dabei behandelt Arnika (Flos Arnicae) vor allem Probleme im Bereich der Blutgefäße und Johanniskraut (Herba Hyperici) Probleme, die im Bereich der Nerven bestehen.
(2) Rezeptur gegen Blut-Stagnation (Ploberger 2015: 581)
- Flos Arnicae Arnika 6 g Kaiserkraut
- Radix et Rhizoma Rhei Rhabarberwurzel 8 g Kaiserkraut
- Ramulus Cinnamomi Zimtweige 2 g Ministerkraut
- Folium Rosmarini Rosmarin 3 g Ministerkraut
- Herba Equiseti Ackerschachtelhalm 6 g Polizeikraut
- Radix Glycyrrhizae Süßholz 2 g Polizeikraut + Botschaftskraut
Wirkung:
Leitet Hitze aus
Gegen Blut-Stagnationen
Indikation:
Akute Schmerzen im Unterbauch, Harninkontinenz, nächtliches Fieber, Unruhezustände, verwirrtes Sprechen, starkes Durstgefühl.
Möglicherweise:
Manisches Verhalten, Unregelmäßigkeiten der Menstruationsblutung, Schmerzen zur Zeit der Menstruationsblutung, Ausbleiben der Menstruationsblutung.
Entsprechende westliche Krankheitsbilder:
Akute Endometritis, Placentaverhalten, Amenorrhoe, Dysmenorrhoe, Cervicitis, Adnexitis, nach Verletzungen wie Prellungen, Stauchungen, Knochenbrüchen, etc.; Manie, Ileus.
Zunge: cyanotischer Zungenkörper.
Puls: voll (shi) gespannt (xian) oder rau (se).
Beschreibung der Rezeptur:
Als Kaiserkräuter dieser Rezeptur dienen das leicht süße, bittere, scharfe, thermisch neutrale Arnikakraut (Flos Arnicae) sowie die Rhabarberwurzel (Rdx. et Rhz. Rhei). Dieses bittere, thermisch kalte Kraut wirkt stark abführend, den „Pathogene Faktor“ Hitze ausleitend, sowie Blut-Stagnationen auflösend. Rhabarberwurzel (Rdx. et Rhz. Rhei) ist in dieser Rezeptur hoch dosiert, um effektiv Hitze ausleiten zu können. Als eines der Ministerkräuter dienen Zimtzweige (Ramulus Cinnamomi). Diese wärmen im Bereich der Sehnen und Muskeln, lösen Stagnationen auf und können eingesetzt werden, um Blut-Stagnationen aufzulösen. Rosmarin (Folium Rosmarini), das zweite Ministerkraut, unterstützt die wärmende, Blut bewegende Wirkung der Zimtzweige (Ramulus Cinnamomi) im Bereich des Unteren Erwärmers. Aus diesem Grund wirkt Rosmarin (Folium Rosmarini) Schmerzen zur Zeit der Menstruationsblutung, die aufgrund einer Kälte bzw. Blut-Stagnation bestehen, entgegen. Ackerschachtelhalm (Herba Equiseti) befindet sich in der Rezeptur, um einerseits Hitze zu kühlen, andererseits als Polizeikraut das Yin zu bewahren. Süßholz (Rdx. Glycyrrhizae) dient sowohl als Polizei- als auch als Botschaftskraut. Es schützt den Magen vor den drastischen Wirkungen der anderen Kräuter und wirkt harmonisierend im Bereich des Mittleren Erwärmers.
Fazit für die Praxis
Die TCM Diagnose Blut-Stagnation ist in unseren Breitengraden häufig bei Patienten zu finden. Westliche Kräuter, nach TCM Kriterien zusammengestellt, sind eine Bereicherung der Therapie zum Wohle des Patienten und stellen eine effektive Alternative zu traditionellen chinesischen Arzneien dar.
Literaturempfehlung
Ploberger, Florian (2024) Das große Buch der westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, 6., erweiterte Auflage, Schiedlberg: Bacopa.
Rezepturen aus westlichen Kräutern gegen „äußere Wind-Hitze“erstellt am 03. 07. 2026
Rezension zu Westliche und traditionell chinesische HeilkräuterIm folgenden Artikel wird die Verwendung westlicher Kräuter aus Sicht der TCM bei der Diagnose „äußere Wind-Hitze“ anhand von zwei Rezepturen beschrieben.
Krankheitsbilder, die durch die äußeren „Pathogenen Faktoren“ Wind-Hitze verursacht werden, weisen folgende Merkmale auf: Fieber, Schweißausbrüche, eine leichte Abneigung gegenüber Wind, ein diskretes Auftreten von Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Durst sowie Halsschmerzen. Zusätzlich können Rötung der Augen sowie Husten auftreten.
Bei der Zungenuntersuchung ist ein weißer bzw. leicht gelber Zungenbelag charakteristisch (dies deutet darauf hin, dass die Hitze noch nicht tief in den Körper eingedrungen ist; erst in diesem Fall wird der Zungenbelag wirklich gelb).
Der Puls ist oberflächlich (fu) und schnell (shuo).
Für Krankheitsbilder, die durch Wind-Hitze verursacht werden, gibt es ein klassisches Werk, welches bis heute am Lehrplan eines jeden TCM-Studenten steht: Dieses Werk trägt den Titel „Besprechung der warmen Krankheiten“ und wurde im Jahr 1746 n. Chr. (zur Zeit der Qing-Dynastie) von Ji Tian-Shi verfasst. Der chinesische Name dieses Buches lautet „Wen-Re Lun“. Darin beschreibt der Autor akute fieberhafte Erkrankungen in einer 4-Phasen-Sequenz (Wei, Qi, Ying, Xue).
Rezeptur 1
Herba Menthae Pfefferminze 7 g Kaiserkraut
Flos Tiliae Lindenblüten 8 g Kaiserkraut
Flos Chrysanthemi Chrysanthemenblüten 6 g Ministerkraut
Radix Echinacea Sonnenhut 4 g Ministerkraut
Folium Plantaginis Spitzwegerich 2 g Ministerkraut
Herba Pulmonariae Lungenkraut 3 g Polizeikraut
Wirkung:
Befreit die Oberfläche, vertreibt Wind-Hitze, schweißtreibend, bewegt das Lungen-Qi sowie Hustenreiz stillend.
Indikation:
Leichtes Fieber, Husten sowie wenig Durst.
Entsprechende westliche Krankheitsbilder:
Grippaler Infekt, akute Bronchitis, akute Tonsillitis sowie akute Konjunctivitis.
Zunge: dünner, weißer oder etwas gelblicher Belag; normaler Zungenkörper (da der Infekt sich noch oberflächlich befindet).
Puls: oberflächlich (fu), schnell (shuo).
Beschreibung der Rezeptur aus westlichen Kräutern:
Pfefferminze (Herba Menthae) und Lindenblüten (Flos Tiliae) sind die Kaiserkräuter dieser Rezeptur. Beide sind scharf, thermisch kühlend und können eingesetzt werden, um äußere Wind-Hitze zu vertreiben. Lindenblüten (Flos Tiliae) wirken Fieber senkend, Geist beruhigend, sowie Schleim-Hitze im Bereich der Lunge entgegenwirkend. Pfefferminze (Herba Menthae) hat neben der Wind-Hitze vertreibenden Eigenschaft folgende Funktionen:
Dieses Kraut wirkt klärend im Augen- und Kopfbereich, befreit blockiertes Leber-Qi und bringt Infektionserkrankungen speziell im Anfangsstadium schnell an die Oberfläche. Dadurch wird der Heilungsprozess von Infektionserkrankungen wie beispielsweise Masern und Röteln beschleunigt. Zusätzlich kann Pfefferminze (Herba Menthae) eingesetzt werden, um dem Dekokt einen angenehmen Geschmack zu verleihen.
Die folgenden 3 Kräuter dienen als Ministerkräuter:
Chrysanthemenblüten (Flos Chrysanthemi) unterstützen die Wind-Hitze vertreibende Wirkung. Zusätzlich besitzen Chrysanthemenblüten (Flos Chrysanthemi) einen starken Bezug zur Leber. Sie wirken klärend im Augenbereich und wirken einem aufsteigenden Leber-Yang entgegen. Sonnenhut (Rdx. Echinaceae) ist vom Geschmack her scharf und salzig, thermisch kühl. Diese Pflanze kann eingesetzt werden, um Infektionserkrankungen auf Grund von Hitze entgegenzuwirken. Sonnenhut (Rdx. Echinaceae) wird im deutschsprachigen Raum häufig eingesetzt, um das Immunsystem zu stärken. Dabei sollte jedoch folgendes bedacht werden: Sonnenhut (Rdx. Echinaceae) ist thermisch kühl und sollte aus diesem Grund nicht von Patienten mit einem Nieren-Yang-Mangel längere Zeit eingenommen werden. Wer es wirklich prophylaktisch einsetzen möchte, sollte unter keinem Kälte-Syndrom leiden!
Spitzwegerich (Folium Plantaginis) und Lungenkraut (Herba Pulmonariae) besitzen beide einen starken Bezug zur Lunge. Diese Kräuter werden eingesetzt, wenn Hitze in den Lungenbereich eingedrungen ist. Spitzwegerich (Folium Plantaginis) besitzt eine Lungen entschleimende und Blut-Stagnations auflösende Wirkung. Zusätzlich kühlt Spitzwegerich (Folium Plantaginis) Hitze im Bereich der Blutschicht. Lungenkraut (Herba Pulmonariae) wirkt einerseits schweißtreibend, nährt aber andererseits das Lungen-Yin. Aus diesem Grund ist Lungenkraut (Herba Pulmonariae) das Polizeikraut der Rezeptur, welches verhindert, dass die Körpersäfte zu stark verletzt werden.
Rezeptur 2
Herba Menthae Pfefferminze 7 g Kaiserkraut + Botschaftskraut
Flos Tiliae Lindenblüten 8 g Kaiserkraut + Botschaftskraut
Herba Pulmonariae Lungenkraut 5 g Ministerkraut
Flos Sambuci Hollunderblüten 3 g Ministerkraut
Folium Melissae Melisse 4 g Ministerkraut
Herba Violae tricolores wildes Stiefmütterchen 4 g Polizeikraut
Radix Glycyrrhizae Süßholz 2 g Polizeikraut
Wirkung:
Befreit aufgrund seiner scharfen und kühlenden Natur die Oberfläche, beseitigt Wind-Hitze und leitet Toxine aus.
Indikation:
Fieber, fehlender oder nur leichter Schüttelfrost, Husten, Kopfschmerzen, Durst sowie Halsschmerzen.
Entsprechende westliche Krankheitsbilder:
Grippale Infekte, Masern, akute Bronchitis, Parotitis, akute Endometritis sowie Beginn einer Meningitis.
Zunge: dünner, weißer oder gelblicher Belag.
Puls: oberflächlich (fu), schnell (shuo).
Beschreibung der Rezeptur aus westlichen Kräutern:
Pfefferminze (Herba Menthae) und Lindenblüten (Flos Tiliae) sind beide scharf-kühl und befreien damit die Oberfläche, wenn der äußere „Pathogene Faktor“ Wind-Hitze in den Körper eingedrungen ist. Bei diesen Kräutern handelt es sich somit um die Kaiserkräuter der Rezeptur. Als eines der Ministerkräuter dient Lungenkraut (Herba Pulmonariae). Diese Pflanze hat ebenfalls eine schweißtreibende Wirkung, nährt jedoch gleichzeitig das Lungen-Yin und kühlt Leere-Hitze. Diese Wirkung wird durch die bittere, leicht adstringierend wirkende, thermisch kalte Melisse (Folium Melissae) unterstützt. Dieses Ministerkraut hat neben der Wind-Hitze vertreibende auch eine krampflösende, Qi-Stagnation auflösende, sowie Leber-Yang und Herz-Feuer beruhigende Wirkung. Pfefferminze (Herba Menthae) und Lindenblüten (Flos Tiliae) sind, da sie ihre Wirkung an der Oberfläche des Körpers entfalten, die Botschaftskräuter der Rezeptur.
Hollunderblüten (Flos Sambuci) wirken ebenfalls schweißtreibend. Zusätzlich können sie gegen äußere Wind-Hitze eingesetzt werden. Zusätzlich klären sie Leere-Hitze und trocknen Feuchtigkeit und Schleim. Stiefmütterchen (Herba Violae tricolores) sind der Rezeptur als Polizeikraut beigefügt, um toxische Hitze auszuleiten bzw. um vorzubeugen, dass sich keine toxische Hitze im Blut entwickeln kann. Die Kombination von Lungenkraut (Herba Pulmonariae) mit dem Polizeikraut Süßholz (Rdx. Glycyrrhizae) kann eingesetzt werden, um Halsweh sowie Durst entgegenzuwirken.
Fazit für die Praxis
Die TCM Diagnose „äußere Wind-Hitze“ ist in unseren Breitengraden häufig bei Patienten zu finden. Westliche Kräuter, nach TCM Kriterien individuell nach detaillierter Diagnose zusammengestellt, sind eine Bereicherung der Therapie.
Literaturempfehlung
Ploberger, F. (2017) Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter, Schiedlberg: Bacopa.
Autor:
Dr. med. Florian Ploberger, B.Ac., MA
TCM-Arzt, Univ.-Lektor, Präsident der ÖAGTCM, Tibetologe, Fachbuchautor.
www.florianploberger.com